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Krise der Autozulieferer: „Halten statt kündigen – und zwar jetzt!“

Autorenbild: Bernhard Höfler
Bernhard Höfler
vor 11 Stunden
1 Min. Lesezeit

SPÖ-Nationalrat und Gewerkschafter Bernhard Höfler fordert einen Tiroler Schulterschluss für die Beschäftigten der Zulieferbetriebe.


Innsbruck/Tirol. Die Krise der Autoindustrie ist in Österreich angekommen: Laut einer Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) für die ARGE Automotive Zulieferindustrie arbeiteten Ende 2025 noch 73.900 Menschen direkt in der Branche – rund 3.000 weniger als ein Jahr davor. Der Umsatz sank um 5,5 Prozent auf 26,87 Milliarden Euro, seit 2019 sind laut ARGE 8.000 Jobs verloren gegangen. Allein in Tirol zählt man 32 Zulieferbetriebe.

Für Höfler ist klar: Jetzt geht es um die Menschen, nicht nur um Bilanzen.


„Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch. Der Facharbeiter, der seit zwanzig Jahren an der Maschine steht. Die Familie, die gerade den Kredit fürs Haus abzahlt. Der Lehrling, der sich fragt, ob er nach der Lehre noch gebraucht wird“, stellt Höfler klar.


„Wissen halten statt Leute heimschicken!“


IWI-Leiter Herwig Schneider erwartet, dass der Personalabbau weitergeht. Höfler: „Wer jetzt Fachkräfte vor die Tür setzt, sucht sie in ein paar Jahren verzweifelt. Umschulen, weiterbilden, halten – das ist klüger als jede Kündigungswelle.“


„Alle an einen Tisch – noch heuer!“


Höfler fordert, dass Land Tirol, AMS, Sozialpartner und Betriebe noch heuer an einen Tisch kommen und für die Beschäftigten der Tiroler Zulieferer ein gemeinsames Sicherheitsnetz knüpfen: Weiterbildung statt Kündigung, Arbeitsstiftungen für Betroffene und Unterstützung beim Umstieg auf neue Produkte. „Wir brauchen eine starke Industrie, mit hochqualifizierten, fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“


Abschließend hält Höfler fest: „Unsere Industrie ist kein Auslaufmodell. Aber sie hat nur Zukunft mit den Leuten, die sie jeden Tag am Laufen halten.“

 
 
 

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