Frohe Weihnachten!
- Bernhard Höfler

- 22. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Dieses erste Jahr im Parlament war für mich ein Jahr voller Eindrücke, Begegnungen und Verantwortung. Ich habe viel gelernt – über Abläufe, über Mehrheiten, über das Ringen um Lösungen. Vor allem aber habe ich eines noch stärker gespürt: Hinter jeder Zahl, hinter jedem Antrag und jeder Debatte stehen Menschen. Familien, die rechnen müssen. Junge, die sich fragen, ob sie sich Wohnen überhaupt noch leisten können. Ältere, die nach einem langen Arbeitsleben Sicherheit erwarten dürfen. Und viele, die einfach nur wollen, dass es fair zugeht.
Ich bin mit dem Anspruch nach Wien gegangen, nicht für Schlagzeilen da zu sein, sondern für die Menschen – auch dann, wenn es mühsam ist und länger dauert. Und ich sage ganz ehrlich: Wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen. Vieles geht langsam, vieles braucht mehr Druck, ab und an mehr Mut und manchmal auch mehr Zusammenhalt, als ich ihn mir wünschen würde. Aber wir sind drangeblieben – und wir bleiben dran. Schritt für Schritt. Konsequent. Und immer mit dem Blick darauf, was das im Alltag der Menschen wirklich bedeutet.
Was mich dieses Jahr besonders bewegt hat, waren die vielen Gespräche abseits des Rednerpults: in Betrieben, bei Vereinen, in Gemeinden, auf Veranstaltungen – und ganz oft ganz unkompliziert im persönlichen Austausch. Da erzählen Menschen nicht in politischen Sätzen, sondern in echten Momenten: „Es wird eng.“ „Wir halten zusammen, aber es wird schwer.“ „Wir wollen nicht jammern – wir wollen Lösungen.“ Diese Ehrlichkeit nehme ich mir als Auftrag mit.
Und genau deshalb braucht es eine starke Sozialdemokratie – gerade in der Regierung. Weil es einen Unterschied macht, ob Politik nur verwaltet oder wirklich gestaltet. Weil es jemanden braucht, der bei Wohnen, Energie, Gesundheit und Arbeit nicht zuerst an Konzerninteressen denkt, sondern an die Menschen, die dieses Land jeden Tag am Laufen halten. Die SPÖ steht dafür, dass Leistung sich lohnen muss – aber auch, dass niemand allein gelassen wird. Dass Entlastung nicht nur versprochen, sondern gemacht wird. Und dass Fairness kein schönes Wort bleibt, sondern konkrete Politik.
Weihnachten erinnert uns daran, worum es im Kern geht: um Liebe, um Zusammenhalt und um Nächstenliebe. Darum, einander zu sehen – nicht nur, wenn es leicht ist. Ich verspreche euch: Ich schaue hin. Ich höre zu. Und ich setze mich weiter dafür ein, dass Politik nicht an den Menschen vorbeigeht, sondern ihnen das Leben spürbar leichter macht.
Ich wünsche euch und euren Familien von Herzen frohe Weihnachten, ruhige Tage, Wärme und Zuversicht. Und für 2026 vor allem Gesundheit, Kraft und Menschen an eurer Seite, auf die ihr euch verlassen könnt.
Euer
Bernhard



Kommentare