Gesundheitsreformfonds: Gute Nachricht aus Wien – jetzt muss sie bei den Menschen in Tirol ankommen
- Bernhard Höfler

- vor 2 Tagen
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Die Nachricht von Gesundheitsministerin Korinna Schumann ist eine gute Nachricht für unser Land. Mit dem Gesundheitsreformfonds stehen seit 1. Jänner 2026 zusätzliche Mittel bereit, um unser Gesundheitssystem zu stärken – mit einem klaren Fokus auf bessere Versorgung, mehr Prävention und eine moderne, digitale Unterstützung für Patientinnen und Patienten. Dafür sind heuer rund 500 Millionen Euro vorgesehen, die in den kommenden Jahren weiter ansteigen sollen.
Das ist wichtig. Und das ist notwendig.
Denn zu viele Menschen erleben Gesundheit derzeit nicht als Sicherheit, sondern als Belastung: lange Wartezeiten, volle Ambulanzen, Unsicherheit, ob man rechtzeitig Hilfe bekommt, und das Gefühl, mit seinen Sorgen oft allein gelassen zu werden. Gerade für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist das eine enorme Belastung. Wer jeden Tag arbeitet, Leistung bringt, Familie organisiert und unser Land am Laufen hält, darf nicht zusätzlich noch um eine gute medizinische Versorgung kämpfen müssen.
Darum ist dieser Schritt richtig. Wenn mehr in die niedergelassene Versorgung, in Prävention, in Telemedizin und in eine bessere Steuerung investiert wird, dann kann das den Alltag vieler Menschen wirklich verbessern. Genau diese Bereiche nennt der Gesundheitsreformfonds als Schwerpunkte.
Aber eines sage ich auch ganz klar:
Eine Reform ist erst dann gut, wenn sie bei den Menschen spürbar ankommt.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen keine schönen Überschriften. Sie brauchen raschere Arzttermine, verlässliche Versorgung auch am Land, kürzere Wartezeiten für ihre Kinder, gute Betreuung für ihre Eltern und die Sicherheit, dass Gesundheit in Österreich keine Frage des Einkommens wird.
Und wir müssen endlich auch jene stärker in den Mittelpunkt stellen, die dieses System Tag für Tag tragen: Pflegekräfte, Beschäftigte in den Spitälern, Ordinationsassistentinnen, Therapeut:innen und alle, die oft bis an die Grenze arbeiten, damit Versorgung überhaupt möglich bleibt. Wer ein starkes Gesundheitssystem will, muss auch für faire Arbeitsbedingungen, Entlastung und Respekt für die Beschäftigten sorgen.
Mein Zugang ist klar:
Ja, dieser Gesundheitsreformfonds ist ein wichtiger und richtiger Schritt.
Aber jetzt braucht es Tempo, Konsequenz und einen klaren Fokus auf die arbeitenden Menschen. Denn sie sind es, die unser Land tragen. Und sie haben ein Recht auf ein Gesundheitssystem, das sie nicht im Stich lässt.



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