Klare Haltung zur AMA-Marketing-Grundabgabe: Verantwortung statt Symbolpolitik
- Bernhard Höfler
- 10. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Die Entscheidung, den Antrag der FPÖ zur Abschaffung der AMA-Marketing-Grundabgabe im Ausschuss abzulehnen, war richtig – und notwendig. Denn wer diese Abgabe populistisch in Frage stellt, ohne konkrete Verbesserungsvorschläge, betreibt reine Symbolpolitik. Genau das braucht unsere Landwirtschaft nicht.
Wir als Sozialdemokratie haben uns bereits 2013 für die Einführung des AMA-Marketingberichts stark gemacht. Die AMA-Marketing GmbH – eine 100%ige Tochter der AMA Austria – ist ein wichtiges Instrument für Qualitätssicherung, Herkunftstransparenz und faire Standards in der Lebensmittelproduktion. Wer sich mit den Berichten und der Arbeit der AMA-Marketing auseinandersetzt, erkennt: Es tut sich viel, und der Weg stimmt. Natürlich ist nicht alles perfekt – aber es ist eine gute, notwendige Struktur, die laufend verbessert wird.
Eine bloße Abschaffung ist keine Reform. Sie ist verantwortungslos und rein symbolisch. Ohne Vorschläge, ohne Verbesserungen, ohne Alternativen. Einfach dagegen sein reicht nicht.
Was wir stattdessen brauchen, ist:
Mehr Unterstützung bei der Vermarktung regionaler, hochwertiger Produkte
Verlässliche, unabhängige Kontrollen des AMA-Gütesiegels
Klare Spielregeln im Wettbewerb mit Handelsriesen
Mehr Kreislaufwirtschaft – statt anonymer Massenproduktion
Wir reden zurecht viel über Regionalität, Herkunft und Wertschätzung. Doch diese Werte müssen auch gelebt werden – durch faire Bedingungen für unsere Bäuerinnen und Bauern. Ohne Kontrolle verlieren wir das Vertrauen der Konsument:innen, und ehrliche Produzent:innen werden jenen schutzlos ausgeliefert, die sich nicht an Gesetze, Standards und Kollektivverträge halten. „Schwarze Schafe“ schaden der gesamten Branche – und nur ein starkes, flächendeckendes Kontrollsystem schützt die Betriebe, die gute Arbeit leisten.
Wer die AMA-Marketing abschaffen will, lässt die Landwirt:innen im Stich.
Er überlässt sie dem gnadenlosen Wettbewerb mit den großen Handelsketten – und damit wird es für unsere heimischen Betriebe noch schwieriger, faire Preise zu erzielen und langfristig zu bestehen.
Meine klare Haltung:
Die AMA-Marketing-Grundabgabe ist Teil eines solidarischen Systems: Alle zahlen – und alle bekommen auch etwas dafür.
Denn sie sorgt für Fairness, Qualität und Sichtbarkeit heimischer Produkte. Sie unterstützt unsere bäuerlichen Betriebe, stärkt die Vermarktung regionaler Lebensmittel und schafft Vertrauen bei den Konsument:innen. Das ist gelebte Solidarität – nicht Symbolpolitik.
Was wir brauchen, ist eine echte Stärkung regionaler Strukturen.
Wir brauchen eine klare Haltung für Kreislaufwirtschaft, für Qualität statt Masse, für nachhaltige Lebensmittelproduktion und für mehr Wertschätzung vom Handel gegenüber unseren Produzent:innen.
Dafür stehe ich – klar, verlässlich und mit voller Überzeugung.
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