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Regio Card: „Familien sind keine Melkkuh – Jugendliche gehören zurück in den Familientarif!“

Autorenbild: Bernhard Höfler
Bernhard Höfler
vor 16 Stunden
2 Min. Lesezeit

SPÖ-Nationalrat und Gewerkschafter Bernhard Höfler fordert den Tirol-Regio-Verbund auf, die neue Jugend-Regelung noch im laufenden Vorverkauf zurückzunehmen.


Innsbruck/Tirol. Ab dieser Saison müssen Jugendliche der Jahrgänge 2008 bis 2010 für die Tirol Regio Card eine eigene Jugendkarte lösen. Der günstige Tarif im Rahmen der Familienkarte fällt für sie weg. Laut Tiroler Tageszeitung beklagen Familien deshalb satte Preissteigerungen, in einem geschilderten Beispiel sogar um 114 Prozent. Für SPÖ-Nationalrat und Gewerkschafter Bernhard Höfler ist das der falsche Weg.


„Dass Preise steigen, wenn die Kosten steigen, versteht jeder. Aber wenn man die Jugendlichen einfach aus der Familienkarte streicht, ist das eine Preiserhöhung durch die Hintertür. Eine 16-Jährige ist keine Erwachsene. Sie geht in die Schule oder steht am Anfang ihrer Lehre. Die Rechnung zahlen am Ende die Eltern“, stellt Höfler klar.


„Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch anständig!“


Wie groß der Unterschied ist, zeigt die aktuelle Tarifliste: In der Familienkarte kostet heuer jedes weitere Kind 102 Euro. Eine eigene Jugendkarte kostet im Vorverkauf 589 Euro, ab 16. November regulär 802 Euro. Familienkarten gibt es nur im Vorverkauf von 15. Oktober bis 15. November.


„Der Verbund mag sich im Recht sehen. Aber nicht alles, was erlaubt ist, ist auch anständig. Gerade die Einheimischen halten den Bahnen das ganze Jahr über die Treue. Viele Familien im Oberland und im Außerfern leben selbst vom Tourismus. Sie dürfen nicht die Ersten sein, bei denen man den Rotstift ansetzt“, so Höfler.


„Rauf auf den Berg – das muss leistbar bleiben!“


Für Höfler passt die neue Regelung auch gesellschaftspolitisch nicht ins Bild: „Wir reden ständig davon, dass unsere Jugendlichen mehr Sport machen sollen. Weg vom Handy, raus in die Natur. Und dann macht man ausgerechnet ihnen den Weg auf den Berg teurer. Das passt nicht zusammen.“


Höfler fordert den Verbund deshalb auf, Jugendliche bis 18 Jahre wieder in die Familienkarte aufzunehmen – und zwar noch vor Ende des Vorverkaufs am 15. November. „Zumindest für Schülerinnen, Schüler und Lehrlinge braucht es eine faire Lösung. Jetzt und nicht erst nächste Saison.“


Abschließend hält Höfler fest:


„Tirol lebt vom Tourismus. Aber unsere Berge dürfen nicht nur für die Gäste leistbar sein. Wenn sich Tiroler Familien das Skifahren vor der eigenen Haustür nicht mehr leisten können, dann läuft etwas gewaltig schief. Familien sind keine Melkkuh.“


 
 
 

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